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Karben bewirbt sich erfolgreich im Wettbewerb „Streuobstkommune des Jahres“ 2026 und feiert dies mit einem Kelterfest

Streuobstwiesen sind wahre Alleskönner: Sie bieten Lebensräume für zahlreiche Arten, haben eine klimaausgleichende Funktion in Karben und sind ein wunderbarer Erholungsraum für Jung und Alt.

Für Samstag, den 19. September hatte die IG Streuobst auf der Apfelwiese an der Ulmenstraße ihre „Streuobstkids“ zu einem Kelterfest eingeladen. Bei bestem Wetter und mit viel Begeisterung wurden von den zahlreich erschienen Kindern Äpfel geerntet, gewaschen, zerschnitten und in die Kelter verfrachtet. Dort wurde mit viel Muskelkraft der frische Apfelsaft oder der „Süße“ aus den Früchten gepresst. Unterstützt wurden die Streuobstkids dabei von ihrem Bürgermeister Guido Rahn. Der Lohn der Arbeit: Für jeden ein Glas leckeren Apfelsaft.

Karben bewirbt sich erfolgreich im Wettbewerb „Streuobstkommune des Jahres“ 2026

Die Stadt Karben hat sich erfolgreich für einen Wettbewerb zur Förderung der Streuobstkultur beworben und ist auf dem Kelterfest mit dem Prädikat „Streuobstkommune des Jahres 2026“ ausgezeichnet worden. Karben besitzt rund 37 ha Streuobstwiesen mit 2.480 Bäumen. Die offizielle Verleihung des Titels durch den Regionalverband FrankfurtRheinMain fand deshalb ebenfalls am 19. September auf der Apfelwiese der IG Streuobst statt.

Kelterfest der IG Streuobst mit offizieller Titelverleihung an die Stadt

„Streuobstkommune des Jahres“ ist eine Auszeichnung für Kommunen, die sich besonders für Streuobstwiesen und deren Erhalt einsetzen. Für Karben bedeutet dies unter anderem, dass wir die Neuanpflanzung alter, lokaler, hochstämmiger Obstbaumsorten für die (Neu-)Pflanzung im November 2026 unterstützen.“ erläutert Bürgermeister Rahn die Zielsetzung der Stadt.

Seit 2013 wird ein großer Teil der städtischen Bäume von der Interessengemeinschaft Streuobst e.V. bewirtschaftet. Die Mitglieder kümmern sich als Gemeinschaft von Streuobstinteressierten nicht nur um eigene oder von der Stadt gepachtete Streuobstflächen, sondern bewirtschaften gemeinsam Wiesen der Stadt mit ca. 200 Bäumen. Dort wachsen neben Apfelbäumen auch Birnen, Zwetschgen, Quitten und Mispeln – und viele andere Sorten.

Interessierte sind willkommen

„Das vorhandene Wissen zur Pflege einer Streuobstwiese tauschen wir gerne aus“, bietet Anke Behrens, Vorsitzende des Vereins, interessierten Bürgerinnen und Bürgern an: „Wir bilden uns und Interessierte weiter, sensibilisieren die Öffentlichkeit für die Bedeutung der Streuobstwiesen und beziehen auch den Nachwuchs ein.“

Es gibt regelmäßige Termine zu gemeinsamen Pflegeaktionen. Zur Weiterbildung veranstaltet die Interessensgemeinschaft Vorträge und Schnittkurse, die allen Interessierten offenstehen. Mindestens einmal jährlich präsentieren wir uns der Öffentlichkeit, um auf die Bedeutung der Streuobstwiesen und natürlich auch die leckeren Produkte hinzuweisen. Damit auch die nächsten Generationen wieder für die Streuobstwiesen begeistert werden, bietet die IG Streuobst für die örtlichen Grundschulen Schnuppertage an, die von einer ausgebildeten Streuobstpädagogin geleitet werden.

Eltern, die ihre Kinder für die „Streuobstskids“ anmelden möchten oder mehr Informationen benötigen, können sich per E-Mail an info@ig-streuobst.de wenden.

Weitere Informationen zur IG Streuobst gibt es auf der Website www.ig-streuobst.de oder per E-Mail unter info@ig-streuobst.de.

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